Die kleine Schnecke „Schleichi“

Frisch mit Tau bedeckt lag die Wiese im Morgenlicht. Schleichi, die kleine Schnecke schaute erfreut aus ihrem Haus. So mochte sie den Morgen auf ihrer Wiese am liebsten. Die meisten Wiesenbewohner lagen noch im Schlummer nur vereinzelt summte eine Biene an ihr vorüber auf der Suche nach Nektar. Blaurock, der Mistkäfer, versuchte sich gerade im Frühsport in dem er seine Beine der Reihe nach in die Höhe streckte. Schleichi schob ihren Kopf so gut sie konnte aus ihrem Haus, herrlich mit den Tautropfen in Berührung zu kommen, sie drehte sich nach allen Seiten um sich ihren Weg für den Morgenspaziergang auszuwählen. Wenn nachher erst einmal die Sonne höher stand musste sie ihr Ziel erreicht und eine kühlen Platz gefunden haben. So machte sie sich auf in Richtung der Mohnblumen, deren Schatten sie vor der Sonne schützen würde. Als sie sich gerade ein saftiges Blatt als Frühstück genehmigen wollte, hörte sie ein leises Wimmern. „Wo kommt denn nur diese zarte Stimmchen her“, überlegte sie. Da entdeckte sie unter ihrem Frühstücksblatt einen winzigen kleinen Käfer der um sein Leben bettelte. Sie war in ein Spinnennetz geraten und kam nicht mehr frei. Nun hatte sie Angst von der Schnecke vertilgt zu werden. „Warte nur, ich helfe dir, tröstete die Schnecke und machte sich auf Meister Blaurock um Hilfe zu bitten. Schnell erklärte sie ihm ihre Bitte. „Wir müssen uns beeilen“, drängte sie, bevor die Spinne von ihrem Schlaf erwacht. So schnell ihn  seine Beine tragen konnten begab sich der Mistkäfer mit der Schnecke auf den Weg, Schon nach wenigen Griffen hatte er mit seinen großen Beinen das zarte Spinnennetz zerrissen und den kleinen Käfer befreit. Fröhlich und dankbar flog dieser in den neuen Morgen. Frau Schnecke setzte ihre Wanderung fort und erreichte gerade noch rechtzeitig den schützenden Schatten der Mohnblumen.

© ChT