Diese Gedichte schrieb ich für meinen kleinen Schatz.

Wir danken ihm für 14 schöne Jahre

 

 

Chicos Traum

 

Der Chico liegt und denkt im Traum

an seiner Ahnen Zeiten.

Wie sie in Tibets Klöstern einst,

die Mönche froh begleiten.

 

Er träumt, er läge wie dereinst

auf breiter Klostermauer,

umhegt, umpflegt und hielte Wacht,

ist ständig auf der Lauer.

 

Doch plötzlich dringt in seinen Traum,

ein fremder, herber Duft.

Er springt schnell auf, man glaubt es kaum,

und macht sich erst mal Luft.

 

„Wau, wau und wuff – was denkt ihr euch,

hier meinen Schlaf zu stören?

Ich wird dir zeigen, wer hier Boß,

du wirst noch von mir hören.“

 

Der Chico steht in seiner Wut,

am Fenster und gibt an.

Wenn Frauchen dann gelaufen kommt,

sie nichts mehr sehen kann.

 

Ach ja, von Chicos Fensterplatz,

ist´s wie auf Klostermauern.

Kann man den Feind auch oft nicht sehn,

er wird ihn stets belauern.

 

Die Ahnen waren wachsam einst,

so bist du auch mein Schatz.

Vom 2. Stock schaust du herab,

von deinem Fensterplatz.

© ChT