Beobachtet

 

Schaut nur dort im Nest –

Ein Wunder ist geschehen

ich kann voll Freude gar,

drei kleine Eier sehen.

 

Die Vogelmutter kommt,

sie lässt sich darauf nieder,

sie wärmt die kleine Brut

und schüttelt ihr Gefieder.

 

Ich schaue täglich hin

und kann mich nicht satt sehen,

heut ist es wohl soweit,

ich bleibe staunend stehen.

 

Das Vöglein hebt den Kopf,

es schaut verwundert hin,

in ihrem kleinen Nest,

ist´s erste Junge drin.

 

Nach einer kurzen Zeit

sind es der Kinder drei,

jetzt gibt es viel zu tun,

was ist das für´n Geschrei!

 

Die Eltern fliegen hin und her,

das geht den ganzen Tag,

die Kleinen satt zu kriegen

ist eine Müh und Plag.

 

Nun sind sie endlich groß

und wollen aus dem Nest,

für alle, Groß und Klein

ist dies ein großes Fest.

© ChT

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Ein kleines Nest

 

Ein kleines Nest hab ich entdeckt,

in dichten, grünen Hecken.

Ganz leise blieb ich staunend stehn,

möcht´s Vöglein nicht erschrecken.

 

Es sitzt so brav auf seinem Nest

und wärmt der Eier vier.

Hier schau ich öfter einmal hin,

die Stelle merk ich mir.

 

Nach vierzehn Tagen komme ich

mal wieder hier vorbei.

Vier kleine Schnäbel recken sich

und machen ein Geschrei.

 

Schon sind sie flügge, schaut doch nur,

wie schnell die Zeit vergeht.

Sie bauen bald ihr eignes Nest,

wie das im Leben geht.

© ChT

 

Ein Vogelnest

 

In einer Hecke, gut versteckt,

hab ich ein kleines Nest entdeckt.

Ein Vöglein legte fünf Eier hinein,

brütete aus, seine Kinderlein.

 

Seht nur wie sie ihre Schnäbelchen recken,

zwitschern so laut, man könnt sie entdecken.

Dass es nur nicht die Katze hört,

sonst ist der Friede schnell gestört.

 

Kommt, wir schleichen uns leise fort,

spielen an einem anderen Ort.

Das Vöglein kann seine Jungen hegen,

 sie in aller Ruhe pflegen.

© ChT

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