Ein kleines Nest

 

Ein kleines Nest hab ich entdeckt,

in dichten, grünen Hecken.

Ganz leise blieb ich staunend stehn,

möcht´s Vöglein nicht erschrecken.

 

Es sitzt so brav auf seinem Nest

und wärmt der Eier vier.

Hier schau ich öfter einmal hin,

die Stelle merk ich mir.

 

Nach vierzehn Tagen komme ich

mal wieder hier vorbei.

Vier kleine Schnäbel recken sich

und machen ein Geschrei.

 

Schon sind sie flügge, schaut doch nur,

wie schnell die Zeit vergeht.

Sie bauen bald ihr eignes Nest,

wie das im Leben geht.

© ChT

 

Ein Vogelnest

 

In einer Hecke, gut versteckt,

hab ich ein kleines Nest entdeckt.

Ein Vöglein legte fünf Eier hinein,

brütete aus, seine Kinderlein.

 

Seht nur wie sie ihre Schnäbelchen recken,

zwitschern so laut, man könnt sie entdecken.

Dass es nur nicht die Katze hört,

sonst ist der Friede schnell gestört.

 

Kommt, wir schleichen uns leise fort,

spielen an einem anderen Ort.

Das Vöglein kann seine Jungen hegen,

 sie in aller Ruhe pflegen.

© ChT