Abenddämmerung

 

Still senkt sich die Nacht hernieder,

Bäume, Blumen schlafen schon,

morgen scheint die Sonne wieder

leis säuselt der Wind im Mohn.

 

Mancher träumt den Traum des Lebens,

mancher weint im Kämmerlein,

heut geht dir die Zeit zu langsam,

morgen holst du sie kaum ein.

 

Doch jetzt lass uns Ruhe finden,

sieh die Sterne leuchten schon,

fern hörst du ein Käuzchen rufen,

weithin schallt der Glocke Ton.

 

Bist du traurig oder fröhlich,

leg dich still in Gottes Hand,

Finde Frieden in der Stille,

denn das ist ja doch sein Wille.

© ChT