Die Nacht

 

Nacht du kannst soviel erzählen,

weißt von Glück und weißt von Not,

und doch wirst du nie erfahren,

was geschieht bei Morgenrot.

 

Deine Zeit, sie liegt im Finstern,

hast nur Mond und Stern für dich,

nie erfüllet sich dein Sehnen,

dass du siehst das Sonnenlicht.

 

Du erlebst die ersten Küsse,

eines Paar´s im Mondenschein,

siehst die Seligkeit der Liebe,

sie gehört nur dir allein.

 

Dir gehörenTraumgespenster,

siehst sie spuken hier und dort,

ob es Glück oder ob´s Horror,

nie weilt´s lang am selben Ort.

 

Du siehst eine Mutter wachen,

still bei ihrem kranken Kind,

sie erbittet Ruh und Labsal,

dass ihr Kind Genesung find.

 

Lautlos senkst du dich hernieder,

über Not und über Glück,

möchtest allen Frieden bringen,

bis der Morgen kehrt zurück.

© ChT