Jahreszeiten

 

Froh das Spiel der ersten Farben,

Rauer Winter ist vorbei.

Unsre Lüfte wehen milder,

Ei, da sind auch wir dabei.

Hui, wie unsre Haare wehen,

Lustig, froh im Frühlingswind,

Igel schnuppert auf der Wiesem

Nach dem ersten zarten Grün.

Gerne wir ins Freie ziehn.

 

Schau der Sonne goldne Strahlen,

Ohne Wolken `s Himmelszelt.

Meer erwartet dich zum Bade,

Mücke auf der Wiese spielt.

Eine Grille zirpt ihr Lied,

Reh nach seinem Jungen sieht.

 

Heute weht der Wind von Norden,

Elster kündigt Herbstzeit an,

Rotfuchs liegt vor seinem Baue,

Bäume ziehn sich bunter an.

Stare singen`s Abschiedlied,

Trübe wird auch manch Gemüt

 

Weiße Flocken fallen leise,

In die Herzen Liebe zieht,

Nikolaus kommt zu den Kleinen,

Tannen man im Festkleid sieht.

Ein Jahr geht dem Ende zu

Ruhe atmet die Natur

(c) ChT

 

Das Jahr

 

Mit Milde führt der Januar

sich majestätisch ein.

Sein Zepter ist ein Eiskristall

nichts könnte schöner sein.

 

Mit Narrenkappe und Klamauk

grüßt uns der Februar.

Er ist der Geck und auch der Narr

in jedem neuen Jahr.

 

Der März grüßt uns mit erstem Grün,

es blühn die kleinen Veilchen.

Die Vöglein singen`s Frühlingslied

des Morgens früh ein Weilchen.

 

Ein lust´ger Kerl ist der April

und nicht ein Mann von Dauer.

Erst lockt die Sonn dich aus dem Haus,

dann schickt er Regenschauer.

 

Der Mai ist eine Frohnatur,

voll Tanz und Fröhlichkeit.

Es öffnen alle Blüten sich

zur schönen Frühlingszeit.

 

Der Sommer klopft schon an die Tür,

der Juni stellt sich ein.

Es summt und surrt, es schwirrt und tanzt

im hellen Sonnenschein.

 

Der Juli bringt uns Hitze pur,

die Ferien sind gekommen.

Leg ab des Alltags Last und Hast

der Urlaub wird genommen.

 

August – die Gärten stehen reif,

die Kirschen sind schon prächtig.

Die Erntezeit ist jetzt soweit,

gediehn ist alles prächtig.

 

Die Schule wieder neu beginnt,

September ist gekommen.

Der ABC-Schütz spitzt den Stift

das Lernen hat begonnen.

 

Den Herbst in seiner Farbenpracht,

die zeigt uns der Oktober.

Die Ernte ist schon eingebracht

Kartoffelfeuern lodern.

 

November zeigt sich grau und trist

Laternenlieder klingen.

Die Martinsgans steht auf dem Tisch

Kommt last uns fröhlich singen.

 

Dezember ist´s – das Jahr klingt aus

viel gibt es zu bedenken.

Das Alte nimmt den Abschied nun,

was wird das Neue schenken.

 (c) ChT