Wintersanfang

 

Siehst du früh den Reif dort schimmern?

Kälte zieht jetzt übers Land,

wie ein märchenhaftes Glimmern,

das der Winter uns gesandt.

 

Häuser tragen weiße Mützen,

Stare schaun nach Futter aus,

zugefroren sind die Pfützen,

schaut die Welt nicht prächtig aus!

 

Glocken läuten in der Ferne,

sagen, dass bald Weihnacht ist.

Heimlichkeiten, Glitzersterne

das auch du recht froh bald bist.

 

Eiszapfen wie lange Nasen

hängen heut vom Dach herab,

weißes glitzern auf dem Rasen,

erste Flocken fallen sacht.

© ChT

 

Der Schneemann

 

Seht euch an den dicken Mann

mit dem weißen Rock,

an der Ecke steht er stumm

droht mit seinem Stock.

 

Ein Häschen sieht zu ihm hinauf,

es hätt die Möhre gern,

doch wie kommt es dort nur heran,

sie ist ihm all zu fern.

 

Die Krähe schaut von weitem zu

für sie ist es ein Spaß,

sie fliegt dem Schneemann auf den Kopf

und pickt sie raus die Has`.

 

Voll Dankbarkeit das Häslein schaut

sein Magen knurrt nicht mehr,

der Schneemann steht da wie ein Tropf

er ist gar traurig sehr.

 

Da kommt die Ute aus dem Haus

entdeckt das bunte Treiben,

zur Hilfe ist sie gern bereit

so kann es ja nicht bleiben.

 

Dem Schneemann steckt das Mädchen an,

schnell eine neue Nase,

ne Möhre legt sie in den Schnee:

„Für dich du kleiner Hase!“

© ChT

 

 

 

 

Schneeflöckchen

 

Ein Flöckchen fiel zur Erde,

und dachte so bei sich.

„Wo werde ich wohl landen?

Mich friert so fürchterlich!“

 

Doch als es noch so dachte,

da setzte es sich grad,

der Frieda auf die Nase

das war ein lust´ger Spaß.

 

Nun wurd´ dem kleinen Flöckchen

so wohlig und so warm,

es ward ein  Wassertröpflein

und fiel auf Friedas Arm.

 

Die anderen vielen Flöckchen,

sie landeten im Gras.

Die Kindern baun' ein Schneemann

und hatten Riesenspaß.

© ChT

Winternacht

 

Prächtig glänzt´s auf allen Wegen,

Schneekönigin ist hier gewesen,

in ein weißes Wunderland,

hat sie Baum und Busch gebannt.

 

Glitzern tut´s wie Diamanten,

wenn der Mond am Himmel wacht,

und aus diesem weißen Schleier,

eine Märchenlandschaft macht.

 

Sieh hinaus, genieß die Stille,

die mit ihrer Winterpracht,

durch des Mondes Silberschimmer,

uns´re Welt so schön gemacht.

 

Hoch am Himmel leuchten Sterne,

uns´re Welt ist klar und rein,

das in dieser Nacht erkennest,

du den weihnachtlichen Schein.

© ChT

 

Vögel im Winter

 

Hast du auch an mich gedacht

wenn du sitzt am vollen Tisch?

Nicht ein Körnchen finde ich

gibt es heute nichts für mich?

 

Einst im Sommer meine Lieder

weckten dich an jedem Tag.

Freutest dich doch immer wieder

hörtest sie doch gerne, sag?!

 

Doch jetzt klopf ich an dein Fenster,

bitte heut um Futter dich.

Oh wie würde ich mich freuen

dächtest du doch heut an mich.

 

Und da öffnet sich das Fenster

du streust mir das Futter hin.

Ich will schnell die Andern rufen

oh wie dankbar ich dir bin!

(c)ChT

Jahresausklang

 

Wieder geht ein Jahr zu Ende,

Freude bracht es und auch Leid.

Nun will es die Pforten schließen,

bittet uns um Heiterkeit.

 

„Nehmet was ich euch gegeben,

bitte doch nicht gar zu krumm.

Eine bunte Mischung bracht ich,

und das fand ich nicht mal dumm.

 

Nun begrüßet ihr das Neue,

denkt dass es wohl besser sei.

Doch ist´s müd und alt geworden,

ihr ihm auch nicht dankbar seid.“

 

Ja wenn wir es recht bedenken,

gibt´s mal Ernst mal Heiterkeit.

Sind zwölf Monate vergangen,

ist es jedes Jahr doch gleich.

 

Wollen wir dem Alten danken,

für manch schönen Augenblick

und das Neue froh begrüßen,

hoffend auf manch neues Glück.

© ChT

Herr Winter

 

Herr Winter fegt mit wild Gebraus

und Schneesturm um die Ecken,

musst du nicht raus, dann bleib im Haus,

sonst wird er dich arg necken.

 

Die Mütze reißt er dir vom Kopf,

wirft Schnee dir in den Kragen,

die Hände sind zu Eis erstarrt,

die Nas´ ist rot gefroren.

 

Herrn Winter ist dies eine Freud

wenn Frost so richtig kracht,

wenn zugefroren Teich und See,

das Herze froh ihm lacht.

 

Herr Winter schau, bald kommt der März

und erste Frühlingssonne,

wir fürchten dich schon gar nicht mehr,

bald lachen wir vor Wonne.

© ChT

Februar

  

Eisig kalt ziehn heut die Lüfte

Schneegestürm uns jetzt umhüllt.

Februar begrüßt die Leute

Schnee und Sturm die Luft erfüllt.

 

Kinder haben einen Schneemann

hinter unserem Haus gebaut.

Wie er lacht der kalte Riese

und voll Freude auf uns schaut.

 

Drum den Schlitten schnell geschultert

und den Berg hinab gesaust.

Lustig ist so ein Getümmel

wenn der Wind auch noch so braust.

 

 

So was kann uns gar nicht schrecken

fürchten weder Frost noch Schnee.

Haben wir genug getummelt,

zwickt schon mal der große Zeh.

© ChT

 

Februar

 

Der Kurze hat es in sich,

so hieß es einst in alter Zeit.

Der Februar er zeigte sich,

als Herrscher weit und breit.

 

Voll Eis sind seine Seen,

der Schnee bedeckt das Land,

noch lang ist nicht zu sehen,

des Frühlings sanfte Hand.

 

Die Vögel suchen Futter,

sie spürn die Kälte sehr,

doch lässt sich`s nicht verleugnen,

bald kommt der Frühling her.

© ChT

Winterabend

 

Bald schon wird es dunkel

Sterne hell erglühn,

mit ihrem Gefunkel

Träume neu erblühn.

 

Schnee liegt auf den Wegen,

glitzert hell und klar,

langsam lässt sich´s ahnen,

´s kommt ein Neues Jahr.

 

Dieses Winterwunderland

ist so zart und schön,

wenn wir traumverloren

verschneite Wege gehen.

 

Weihnachtszauber, Winterland,

tief verschneit stehn Wald und Flur,

gönn dir einen Gang ins Freie

Frieden schenkt uns die Natur.

© ChT

Das Jahr

 

Zwölf Brüder hat ein jedes Jahr,

von ganz verschied`ner Art,

ein Jeder führt sein Regiment,

mit Witz wird nicht gespart.

Die Zwölf, sie bilden einen Kreis,

das ist des Jahres Lauf.

Zum Jahresende geht’s bergab,

im neuen Jahr bergauf.

Ein jedes zählt an dreißig Tag,

der Kleine nur nicht ganz.

Ist die Regierungszeit vorbei,

dann ziehen sie Bilanz.

So geht es weiter Jahr für Jahr,

so wird es immer sein.

Solange uns´re Erde steht,

ob Schnee, ob Sonnenschein.

© ChT

Neuschnee


Hast du`s schon vernommen,
hast du`s schon gehört?
Heute über Nacht,
ist der Winter eingekehrt.

Lustiges Gewimmel,
kam herab vom Himmel.
Darum raus und schnell vors Haus,
bau dir einen Schneemann draus.

Ei, was ist das eine Freude,
heute auf der Rodelbahn,
"Bahn frei, Bahn frei', hörst du`s rufen,
Kinder gebet nur gut acht.

Neuschnee, das ist eine Freude,
kommt nur schnell zur Schneeballschlacht.
Heute ist das Wetter eine Freude,
dass einem das Herze lacht.
© ChT

Mitten im Winter

 

Wenn Eis und Schnee das Land bedecken

der Frost die Erde hält in Bann,

dann lässt ein Blümlein sich nicht schrecken

der Winter tut ihm gar nichts an.

 

Es streckt sein  Köpfchen durch den Schnee,

die Blätter prächtig grün,

es stört sie nicht ein bisschen

wenn raue Winde weh`n.

 

Dies winterharte Blümlein,

auch Christrose genannt,

ist jedes Jahr zur Winterszeit

als kleiner Gruß gesandt.

© ChT

 

Raureif

 

Wie herrlich sehn die Bäume aus,

sind sie von Reif umfangen,

da bin ich voller Freude heut,

zu ihnen raus gegangen.

 

Wie Märchenwesen stehen sie

in ihrem weißen Kleid,

der Winter hat mit Zauberhand

sie so schön eingekleid.

 

Wie zartes Glitzern sieht es aus,

wenn man sie so betrachtet,

welch Zauber einer Winterwelt

und oftmals kaum beachtet.

© ChT

Winters Abschied

 

Winter hält mit eis´ger Macht,

mächtig lange uns gefangen.

Frühlingssehnsucht tief in uns,

strebt empor, trotz allem bangen.

 

Viel zu lange Eis und Schnee,

unser Herz möchte Blumen sehen,

doch nur Frost und Schneegestürm,

tun uns um die Ohren wehen.

 

Manchmal zeigt die Sonne sich,

strahlend hoch am Firmamente,

sagt: „ich komme ganz gewiss,

glaubt mir, dass ich an euch denke.“

 

Doch Herr Frost mit seiner Macht,

grient, denn ihn kann sie nicht schrecken.

Führt ein starkes Regiment,

Frühling lässt sich noch nicht wecken.

 

Doch, dort, plötzlich mit Gebraus,

kommt der Südwind um die Ecken,

Mutter Erde taut nun auf,

will die Samenkinder wecken.

 

Ein paar Tage weiter, seht,

Schneeglöckchen erblühn im Garten.

Bald erstrahlt ein Blütenmeer,

ja nun kann der Frühling starten.

© ChT

Wintersrückkehr

 

Der Schneesturm jagt mit viel Gebraus

und Tosen um die Ecken.

Man dacht der Winter sei vorbei,

doch will er uns noch necken.

 

Die ersten Blümlein streckten schon,

ihr Köpfchen in die Höh´.

Nun sieht man nur noch Winterpracht

und manche eis´ge Böh.

 

Der Februar, er führte stets,

ein starkes Regiment.

Er kommt mit Eis und Schnee daher,

ein Thor wer anders denkt.

 

Doch bald schon, hört man aus der Fern

ein leises, zartes Läuten.

Schneeglöckchen, sie sind aufgewacht –

Was mag das wohl bedeuten?

© ChT