Bitte eines Maikäfers

 

Endlich ist der Monat da,

wo ich öffne meine Flügel

  und ich fliege fort,

über Wald und Hügel.

 

Saftig ist der Bäume grün,

dass mich jetzt versteckt.

Trotzdem kommt es manchmal vor,

dass man mich entdeckt.

 

Ach man liebt mich all zu sehr,

nimmt mich mit nach Haus´

sperrt mich in ein Kästchen ein,

wie ne´ kleine Maus.

 

Habe ich doch jahrelang

mich danach gesehnt,

frei zu fliegen himmelwärts,

das sei noch erwähnt.

 

Viele Jahre lag ich dort,

im Erdreich, zugedeckt.

Bis die Maiensonne mich

endlich aufgeweckt.

 

Nur im Mai ist´s mir erlaubt,

froh und frei zu sein.

Darum Kinder bitt ich euch,

sperrt mich doch nicht ein.

© ChT