Dezember

 

Der Barbarazweig

 

Im tiefsten Winter dick von Schnee bedeckt,

holst du ein kleines Zweiglein dir ins Haus.

Von sanfter Wärme liebevoll umfangen,

treiben ihm bald  schönste Blüten aus.

Es blüht zur Ehr, der heilgen Barbara,

die ihrem Schatz in Treu ergeben war.

Er bringt die Liebe in die kalte Zeit,

er ruft euch zu, macht eure Herzen weit.

(c) ChT

 

 

November

 

 

Für uns

 

Für uns lässt du die Blumen blühn,

Vögel ihre Bahnen ziehn,

Bienen ihren Honig tragen,

damit wir uns daran erlaben.

 

Für uns schufst du den klaren Quell,

den Mond, die Sterne, die Nacht zu erhell`n,

die Sonne die uns Leben schenkt,

den Regenbogen zum Gedenk.

 

Für uns erschufst du die Musik,

den stillen Abend, das kleine Glück.

Die Liebe gabst du als Geschenk,

dass einer an den andern denkt.

 

Für uns dachtest du an Pause und Rast,

hast den 7. Tag zur Erholung gemacht,

dass wir gemeinsam deiner gedenken,

dir stets Lob und Ehre spenden.

 

Deine Schöpfung -  ein Wunderwerk,

dem Achtung, Liebe und Staunen gebührt.

Du hast uns Gebete und Psalmen geschenkt,

dass unser Herz stets an dich denkt.

© ChT

 

Oktober

 

Ein Lächeln

 

Send ein Lächeln auf die Reise,

lass es zieh auf seine Weise,

über Täler, über Höhn`,

über Meere, über Seen.

 

Lächle an das Kind beim Spiel,

sieh wie heiter es sich fühlt.

Sieh den Mann mit seiner Last,

send ein Lächeln, dass er`s schafft.

 

Sieh die Frau mit ihren Leiden,

send ein Lächeln, ihr zu zeigen,

‚freu dich, du bist nicht allein,

auch dir lacht der Sonnenschein.

 

Dort der Mensch mit grimm`ger Miene,

Zorn steigt tief von innen auf.

Send ein Lächeln, so erkennt er,

Hoffnung ist des Lebens Lauf.

 

Wenn du dort, wo man dich braucht,

stets ein Lächeln hältst bereit,

dann verschönst du unsre Welt,

es kehrt wieder Freude ein.

© ChT

 

September

 

Der Wetterhahn

 

Sag mir was macht der Wetterhahn,

ob er wohl richtig krähen kann?

Reckt er den Kopf bei Sonnenschein?

Was macht er dort so ganz allein?

 

In luft`ger Höh` der Wetterhahn,

hat`s mir schon lange angetan,

wenn er dort oben steht,

im Wind sich fröhlich dreht.

 

Dann bin ich gleich noch einmal Kind,

und denk an alte Zeiten.

Ob er nun kräht, oder sich dreht,

ich hoff, dass dies noch lang` so geht.

© ChT

 

August

 

Die Farben des Sommers

 

Die Farben des Sommers in ihrer Pracht,

sind für uns alle zur Freude gemacht.

Der Sommerwiese saftiges Grün,

auf der so zahlreich die Blumen blühn.

Das Blau des Himmels, Schäfchenwolken in weiß,

die güldene Sonne erfreut dich ganz leicht.

Der See in seinem smaragden grün,

auf dem  weiß die Segelbote ziehn.

Der Tannen und Kiefern dunkles grün,

harzduftend nach frischem Kein,

erfreut uns der Wald mit Vogelgesang,

wenn wir besteigen den höchsten Kamm.

Der Rose Zauber in rot und gelb,

ihr Duft zieht hoch zum Himmelszelt.

Der Sommer leuchtet in all seiner Pracht,

die Gott der Herr für uns erdacht.

© ChT

 

 

 

Juli

 

Sommermorgen

 

Die Welt beginnt zu grauen,

ein Vogel singt sein Lied,

das wie ein fröhlich Dankgebet

frisch in den Morgen zieht.

 

Die Sonne lacht ins Fenster

und sagt, ‚der Tag wird schön‘,

was kann es Bess`res geben,

als zeitig aufzustehn.

 

Ja, so ein Sommermorgen,

hält vieles noch bereit,

lädt ein zum frohen wandern,

durch Feld und Wald und Heid`.

 

Hier kannst du still genießen,

was dir der Himmel schenkt,

die Blümelein sie sprießen,

der Schöpfung zum Gedenk`.

© ChT

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Juni

 

Die Kastanie

 

Tausende Kerzen an einem Baum,

wie herrlich sind sie anzuschaun!

Wie viele Jahre geht das schon so,

die alte Kastanie, sie macht mich froh.

 

Wenn sie im Frühling in Blüte steht,

im Sommer ihr Schatten mir Kühlung gewährt,

im Herbst, wenn Kastanien liegen im Gras,

machen sie Alten und Jungen Spaß.

 

Wenn im Winter schneebedeckt,

sie ihre Äste zum Himmel streckt,

dann bleibe staunend und ehrfurchtsvoll stehn,

um mit Freude nach oben zu sehn.

 

Mein „Riese“ hat hunderte Jahre gesehn,

bewundernd komm ich um ihn zu sehn,

wie er zu jeder Jahreszeit,

verändert sein so schönes Kleid.

 

Ach könnte er mir doch nur berichten,

aus den Jahrhunderten seine Geschichten.

Ich kann nur träumen von dieser Zeit,

ein Menschenleben reicht nicht so weit.

© ChT

 

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Mai

 

Kennst du die Sehnsucht

 

Kennst du die Sehnsucht nach frischem Tau,

nach Sonnenschein, nach des Himmels Blau?

Die Sehnsucht nach einer Sternennacht,

nach einem fröhlich, plätschernden Bach?

 

Sehnsucht, nur so, in der Wiese zu ruhn,

und einen Tag lang mal gar nichts zu tun.

Sehnsucht nach der Vögel Gesang,

nach dem Frühlingsgrün am Wegesrand?

 

Wie oft ist es für uns nicht zu sehn,

wenn wir durch graue Städte gehn.

Dann wünschten wir uns wohl zurück,

eine kleine Blume, die uns beglückt.

 

Drum ist es Wichtig das Kleine zu sehn.

Bewundernd vor einer Blume zu stehn,

zu sehn wie sie sich im Winde bewegt,

wie eine Biene den Nektar trägt.

 

Nimm dir die Zeit ins Freie zu gehn,

diese kleinen Wunder selbst zu sehn,

wenn Waldesluft durch die Lungen zieht,

dann danke dem Schöpfer mit einem Lied.

© ChT

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April

 

Frühling

 

Der Frühling zieht durch Wald und Feld

seht nur die Farbenpracht,

es grünt und blüht viel tausendfach

Gott Vater hat`s erdacht.

 

Der Himmelsschlüssel strahlend gelb,

der Glockenblume blau,

der Anemone leuchtend weiß,

erglänzt im Morgentau.

 

Der Kuckuck ruft in Wald und Flur,

der Storch, er baut sei Nest,

die Amsel singt ihr Morgenlied,

lädt ein zum Frühlingsfest.

 

In zartem Grün die Birke steht,

die Biene summt im Hain.

Sie trägt den ersten Honig

zum Bienenstock hinein.

 

Wie schön ist doch die Frühlingszeit

nach langer Winternacht.

Wie herrlich dieses Farbenspiel,

wenn Frühlingssonne lacht.

März

 

Ostern

 

Ostern ein Fest voll Sonnenschein,

auch dein Herz soll voll Freude sein.

Die Glocken rufen`s weit ins Land,

das unser Herr heut auferstand.

 

Gemeinsam früh zum Gottesdienst,

das Ostermahl erleben,

das Halleluja schallt heut weit,

was kann es Schön`res geben.

 

Nun geht es raus in die Natur,

den Frühling zu entdecken,

bei frohem Spiel und Vogelsang,

leuchtet`s aus allen Hecken.

 

Im Garten frohe Farbenpracht,

die der Frühling uns gebracht,

dazu ein frohes Kinderlachen,

wem sollte das nicht Freude machen.

 

 (c) ChT

 

 

Februar

 

 

Vier Jahreszeiten

 

Vier Jahreszeiten uns umgeben,

grad sie erst machen schön das Leben.

Die Vielfalt jeder dieser Zeit

uns Auge und auch Herz erfreut.

 

Wenn letzter Schnee am Hange schmilzt

sehn wir schon erstes Grün,

die Schneeglöckchen und Krokusse

ja auch die Veilchen blühn.

 

Wenn höher dann die Sonne steht

ist auch der Sommer da,

wir brechen auf zur Wanderung

der Urlaub ist schon nah.

 

Der Herbst in seiner Farbenpracht

lässt uns den Schöpfer loben.

Es öffnen sich Herz und Gemüt,

der Blick, er geht nach oben.

 

Der Winter bringt uns Stille,

Schnee deckt nun Wald und Flur,

im Sonnenschein glitzert der Reif,

ein Zauber der Natur.

 

So wechselt stets auf Neue

in seinem frohen Spiel,

der Jahreszeiten Reigen

wie`s unser Herrgott will.

 (c) ChT

Januar

Lebensmosaik

 

Das Leben ist ein Mosaik

voll Formen und voll Farben,

es wob so manchen bunten Strauß

und hinterließ auch Narben.

 

Das Mosaik in seiner Pracht,

muss man sich ganz besehen,

nur so erkennt man dieses Bild

und bleibt vor Staunen stehen.

 

Betrachtest du dies Mosaik

nun langsam Jahr für Jahr,

warn seine Farben anfangs wohl,

meist strahlend, hell und klar.

 

Die spät`ren Jahren brachten,

auch dunkle Farben mit,

erst diese Mischung machte,

daraus ein Mosaik.

 

Nun schüttle all die Farben,

und du wirst sicher sehn,

grad diese Vielfalt machte,

dein Leben bunt und schön.

 

Gott hat in all den Jahren

dich immer treu geführt,

er kennt auch deine Narben,

weiß, was dein Herz berührt.

 

Er wird auch künftig führen,

dich, einem Kinde gleich,

bis du am End der Zeiten

dann eingehst in sein Reich.

© ChT