Die Sternenfee

 

Für jedes Wesen auf der Welt, gibt es eine Fee. Eine Fee, die es behütet und es ganz genau kennt. So gibt es auch die Sternenfee. Sie weiß den Namen jeden Sterns, kennt seine Probleme und versucht zu helfen wo sie nur kann. Was denkt ihr, ein Stern kann doch keine Sorgen haben? Na dann hört einmal zu, was die Sternenfee erlebte.

Schon an mehreren Abenden hatte sie beobachtet, dass ein kleiner Stern am Ende der Milchstraße gar nicht mehr so richtig hell strahlte wie sonst. Heute wollte sie ihn einmal besuchen um zu sehen was ihm wohl fehlte.

„Glitzi, mein Kleiner, man sieht dich ja kaum noch“, redete sie ihn an, als sie am Abend auf einer seiner Zacken landete. „Ach Sternenfee“, sprach Glitzi .„bald kann ich gar nicht mehr leuchten, bald muss ich sterben.“ „Was hast du nur, kann ich dir helfen“, erkundigte sich die Fee. „Mir kann keiner helfen“, meinte der kleine Stern traurig. „Die böse Hexe Xena ist in unser Sternenreich eingedrungen und treibt jetzt hier ihr heimtückisches Spiel. Sie stiehlt uns die Leuchtkraft und schmückt sich damit, so fällt sie nicht auf, wenn sie Abend für Abend hier am Himmel neues Unheil anrichtet. Jeder hält sie für einen Stern.“ „Das ist ja furchtbar, was du mir da erzählst! Wenn das so weiter geht verlieren ja alle Sterne ihr Licht!“ Die Sternenfee wusste vor Aufregung kaum wie sie Glitzi trösten sollte.

Nach einer Weile rief sie; „Ich habe eine Idee, wie ich euch helfen kann!“ Staunend blickte Glitzi auf und wischte sich die verweinten Augen. „Wenn der Morgen graut, muss die Hexe in ihren Wald zurück kehren, das Licht der Sonne verträgt sie nicht. Da sie aber die Leuchtkraft der Sterne am Tage nicht ablegen kann, werde ich sie finden.“ Nun schöpfte Glitzi wieder etwas Hoffnung. Die Sternenfee flog indessen über die Wälder und verbreitete an alle Tiere den Auftrag, bei beginnendem Tag auf Xena zu achten, die einen hellen Schein verbreiten müsste. Selbstverständlich waren alle Tiere sofort bereit zu helfen, da bisher keiner von ihnen gute Erfahrungen mit der Hexe gemacht hatte.

Kaum war der Tag angebrochen und die Sonne stieg über den Wipfeln des Waldes auf, machten sich die Tiere auf die Suche. Es dauerte auch nicht lange da meldete der Pirol aus einer hohen Tanne, die Hexe gesichtet zu haben.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht unter den Tieren. Alle kamen auf der Waldwiese zur Beratung zusammen, wie es nun weiter gehen sollte. Xena schlief indessen tief, fest und müde von ihrem nächtlichen Ausflug.

Die Glühwürmchen boten sich an, bei einbrechender Dunkelheit, all ihre Lampen anzuzünden, damit die Hexe dächte es sei noch Tag. Die Vögel wollten nicht einschlafen sondern fleißig weiter  singen um damit die Hexe glauben zu machen das die Nacht noch weit sei. Die beste Idee hatte jedoch das Stinktier „Ich werde mit meinem Duft die Hexe so einnebeln, dass sie bis zum nächsten Morgen durchschläft.“

Alle Tiere machten sich daran ihre Aufgaben zu erfüllen. Xena verschlief die nächste Nacht und verlor dadurch wieder ihre Leuchtkraft. So konnte sie nicht mehr zu den Sternen aufsteigen.

Die Sternenfee dankte den Tieren für ihre Hilfe und freute sich, dass Glitzi`s  Glanz von Nacht zu Nacht wieder heller wurde.

Hast du mal einen ganz geheimen Wunsch, erzähl ihn einfach deiner Fee, sicher kennt sie einen Weg. (c) ChT