Los der Frauen

 

Morgens fängst du an zu rennen

denn der Mann will ins Büro.

Kaffee kochen, Brötchen holen

ja das ist nun einmal so.

 

Später gehst du selbst zur Arbeit,

hetzt dich ab den ganzen Tag.

Abends kommst du müd nach Hause

und bist völlig abgeschlafft.

 

Dein Mann ruht sich auf dem Sofa,

stöhnt wie schwer die Arbeit war.

Du rennst weiter ohne murren

und das schon so manches Jahr.

 

Waschen, bügeln, Fenster putzen

auf dem Boden kriechst du rum.

Mühst dich stetig ohne Ende

und machst deinen Buckel krumm.

 

Täglich läufst du in zwei Schichten

schaffst zu Haus und im Beruf.

Übersiehst du mal ein Stäubchen,

oh, dann geht’s dir gar nicht gut.

 

„Hast du das denn nicht gesehen?

Wie sieht´s hier nur wieder aus?!“

Wie oft hörst du diese Worte,

selten mal ein Blumenstrauß.

 

‚Könnt sich da nicht etwas ändern‘,

denkst du manchmal, aber wie?!

Willst den Gatten nicht erzürnen,

deshalb ändert sich´s auch nie!

 (c) ChT