November bringt die Martinsgans

Man singt Laternenlieder.

Er kommt auch schon mit Schnee daher

und lässt es tüchtig frieren.

Die Nebelschleier ziehen dicht,

man kann oft nichts mehr sehen.

Doch kommt auch bald die Weihnachtszeit,

Advent ist schon zu sehen.

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Ich bin ein rauer Monat schaut, die Nebel sind mein Mantel. Es fröstelt arg euch schon beim gehen, die Mütze muss man schon tüchtig über die Ohren ziehen. Jedoch bringe ich auch die Martinsgans und das Martinsfeuer, einen großen Laternenumzug. Gegen Ende November bringe ich euch den 1. Advent. Er zeigt euch den Beginn der Weihnachtszeit.

 

Herbstgespenster

 

Lange hielt sich der Nebel am Morgen über den Wiesen, wenn Gerd den Weg zur Schule antrat konnte er kaum die Hand vor Augen sehen. Manchmal, wenn es von den Seiten her knackte oder undefinierbare Geräusche an sein Ohr drangen wurde ihm schon etwas unheimlich zu Mute. Eine ziemlich lange Strecke hatte Gerd jeden Morgen alleine zurückzulegen, bis er auf seine Schulkameraden traf. All das war neu für den Jungen, denn er war vor ein paar Wochen erst eingeschult worden. Bisher war die Mutter immer den Weg mit ihm gemeinsam gegangen, hatte ihn beim Kindergarten abgegeben und war dann ins Büro weiter gegangen. Jetzt war vieles anders. Der Vater arbeitete außerhalb und war nur am Wochenende daheim, die Mutter musste um sieben Uhr im Büro sein. Sie stellte dem Jungen den Wecker damit er nicht zu spät zur Schule käme. Jeden Tag wurde es etwas später hell. Die Sonne schaffte es kaum noch die Nebelschleier zu durchdringen. Heute war es noch so finster, dass Gerd die Taschenlampe zur Hilfe nahm um den Weg nicht zu verfehlen. Eine Straßenbeleuchtung gab es in der Einöde dieses Dorfes nicht. Das Elternhaus stand wie ein Haus auf freiem Feld. Im Sommer genoss er die Freiheit. All das war seine Heimat, die der Junge liebte. Aber jetzt, einsam in der Dunkelheit, sah das alles ein wenig anders aus. Als er dann eines Morgens noch ein paar strahlende Lichter aus den Bäumen funkeln sah, war es um seinen Mut geschehen. Gerd rannte so schnell er nur konnte. Am Abend sagte er dann zu seiner Mutter: „Ich will nicht mehr in die Schule gehen.“ „Aber wieso willst Du nicht mehr in die Schule gehen“, erkundigte sich erstaunt die Mutter. „Du hast Freunde gefunden, das Lernen macht dir Freude. Was hast du mein Kleiner?“ Da endlich erzählte der Junge von seinen morgendlichen Erlebnissen auf dem Schulweg. Von den Geräuschen, die ihn ägstigten, von den Lichtern im Baum. Erst war die Mutti sehr ernst und hörte zu, als Gerd geendet hatte, lachte sie schallend. „Junge, ich wusste nicht, dass du vor der Eule Angst hast. Im Tierpark liebst du sie. Die Lichter im Baum waren ihre Augen, die bei Dunkelheit leuchten. Ruf einfach bei nächsten Mal: „Frau Eule, ich seh dich.“ damit verscheuchst du die Angstgeister. Langsam bekam der Junge wieder Mut und als dann die Mutti von der veränderten Natur mit ihren vier Jahreszeiten erzählte, war er schon ganz getröstet. Im Frühling begleitet dich das Lied der Vögel auf deinem Weg. Kommt dann der Sommer lacht schon ganz früh die Sonne vom Himmel. Im Herbst, wie jetzt, ängstigen einen manchmal die Nebelgespenster, aber daraus musst du dir nichts machen, so ist halt der November und im Winter ist es taghell, wenn der Schnee auf Bäumen und deinem Weg liegt. Es gibt also nichts vor dem du dich fürchten musst. „Danke Mutti für diese Gute-Nacht-Geschichte, jetzt wird mir den Schulweg richtig Freude machen“, sagte der Junge vor dem Einschlafen. Am nächsten Morgen rief er der Eule einen Gruß zu und versuchte noch mach anderen Gast des Waldes zu entdecken. Gerd freute sich sogar jeden Morgen auf diesen Weg, dieses Stück Natur.