Bei Familie Hase

 

Bei Lampes geht es lustig zu,

es gibt jetzt viel zu tun.

Da kann der Kleinste, glaub es mir,

nicht eine Stunde ruhn.

 

Denn in der Schule lernt man jetzt,

die Eier bunt zu malen,

da muss man sehr behutsam sein,

sonst platzen schnell die Schalen.

 

Auch Farbenkunde ist gefragt,

wie stellt man diese her?

Man mixt und probt und überlegt,

der richt`ge Ton muss her.

 

Auf schöne Muster kommt es an,

wer hat wohl hier Ideen?

Die Kleine mit dem Stummelschwanz,

sie lässt die Schönsten sehen.

 

Die Haseneltern sind bemüht,

Verträge auszuhandeln,

da muss man jetzt von Stall zu Stall,

auf weiten Wegen wandeln.

 

Doch alle Hühner wissen schon,

Ostern ist nicht mehr weit.

So sparen sie nun Ei für Ei,

und halten sie bereit.

 

Die Sonne strahlt vom Horizont,

erweckt die Blumenkinder,

in rot und blau, in bunt und gelb,

erblühen sie geschwinde.

 

Mit Farbentöpfen strömen nun

 die kleinen Häslein aus.

Es geht in Feld und Wald und Flur,

zum Farben sammeln raus.

 

Dann sitzen sie, gemeinschaftlich,

in froher Rund beisammen,

sie malen, werkeln fein geschwind,

unter den alten Tannen.

 

Schon ist der Ostermorgen da,

nun heißt es gut verstecken,

Nur so kann Hase Franz voll Spaß,

die kleine Gerda necken.

 

Die Kinder laufen aus dem Haus,

suchen im Grünen Gras.

Ein jeder ruft voll Freude aus:

„Danke lieber Osterhas!“

© ChT