Kinder wie die Zeit vergeht! Der Sommer hat Einzug gehalten, auch wenn man es kaum glauben kann, nach diesem langen, kühlen Frühjahr. Bis zum späten Abend können wir uns auf der Waldwiese im Innern der Schonung im Gras sonnen, wenn wir uns von der Arbeit im Wald erholen möchten. Schon beim ersten Sonnenaufgang klingelt der Wecker. Ihr staunt, ja das könnt ihr auch, denn wir haben einen lebenden Weckruf. Beim ersten Sonnenaufgang ertönt ein Frühkonzert im Walde, das keiner verschlafen kann, so laut bringen die Vögel des Waldes ihren Dank und Lobgesang an jedem Morgen aufs Neue zu Gehör. Für uns heißt das, Zeit um Aufzustehen, schlafen kann man noch genug im Winter, wenn das Tageslicht nur wenig Zeit zum Schaffen läßt. Jetzt beginnt die Beerenzeit, Walderdbeeren, Blaubeeren, und was uns so alles in den Mund wächst. Hier müssen wir fleißig sein, um einen Vorrat für den Winter anzulegen oder auch Tee, heißt es jetzt zu sammeln, wie den der Lindenblüten. Salat steht jetzt jeden Tag auf dem Tisch, Löwenzahn, Melisse, Minze und viele andere Sorten, gilt es zu sammeln, um sie frisch zuzubereiten oder zu trocknen für den Winter. 

Aber auch andere Waldbewohner haben jetzt zu tun, die Vögel und anderen Waldtiere bemühen sich nach Kräfte ihre Jungen großzuziehen. Neulich erlebte ich ein Schauspiel, ich kann euch sagen, das war ein Gezeter. Gerade hatte ich mich für eine kleine Pause unter einer alten Eiche niedergelassen, da hörte ich ein Gezeter aus vielen Vogelschnäbeln, es war ein Treiben über mir, das ich aufstand, um zu schauen was dort los sei. Und was entdeckte ich, Rotpelz, Springschnell war wieder einmal auf dem Wege zum Eierklau. Diesmal hatten ihn die Vögel aber entdeckt und alle kamen zur Hilfe, die die Vogelmutter gehört hatten. So war Springschnell es, der das Nachsehen hatte und fliegen musste, denn die Vögel verfolgten ihn, bis er ihr Revier verlassen hatte. 

Ihr seht, langweilig wird es bei uns nie. Dann kommt gut durch den Sommer, wir lesen uns im nächsten Monat wieder. Euer Witbuh